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Archiv der Kategorie: NaWi

Aktuelles

Herrlicher Sternenhimmel über Jena

Die schreckliche “Coronakrise” hat etwas Gutes: Der Himmel über Jena und Umgebung ist nahezu flugzeugfrei. Es gibt somit auch keine “Kondensstreifen”. Alle Astronomiefreunde sollten die Gelegenheit nutzen und den Sternenhimmel genießen, so wie dies sonst nur in wenigen Gegenden der Erde möglich ist – natürlich nur allein oder maximal zu Zweit .

Letzter Blick auf den Wintersternenhimmel

Kurz vor der virusbedingten Schulschließung fanden sich ganz spontan einige Mädchen und Jungen unserer 10. Klassen zu ihrem 3. Beobachtungsabend zusammen. Besonders eindrucksvoll war bei mondfreiem Himmel die Erscheinung des Wintersechsecks und der Venus als “Abendstern”. Erstaunt waren die Schuler*innen, was man mit Langzeitbelichtungen für Details sichtbar machen kann. So erblickten sie im Orionnebel die Geburtsstätte neuer Sterne – also “Sternenbabys” (siehe Lernen an anderen Orten).

Zu Gast an der FSU

Nach eindrucksvollen Experimenten – Strahlende Schüler*innen

Am 10. März 2020 waren die Schüler*innen unserer 10. Klassenstufe wieder zu Gast im Schülerlabor der astronomisch-physikalischen Fakultät der FSU Jena. Hier konnten sie das in der Schule erworbene Wissen über Radioaktivität vertiefen. Sie erarbeiteten sich nach Aufnahme der Nullrate das Abstandsgesetz, bestimmten Halbwertszeiten und untersuchten die Abschirmung radioaktiver Präparate.

Interessant war vor allem die Aufnahme der Zählrate von Artikeln aus dem täglichen Leben. Besonders viele Impulse zeigten sich bei Schweißelektroden, Pottasche (Backtriebmittel) und Annaglassteinen.

Zum Nachweis der radioaktiven Strahlung dient nicht nur das Geiger-Müller-Zählrohr. Deshalb bauten sich die Jungen und Mädchen Nebelkammern aus einer Stahlplatte, einem Filzlappen, einer durchsichtigen Glocke und Alkohol. Zur Kühlung verwendeten sie Trockeneis.

Mit Letzterem wurden als Schmankerl noch weitere anschauliche Experimente durchgeführt z.B. Tanzen von Seifenblasen, Deckelschießen, Kerzen ausblasen und Wasser-(CO2-Kessel)-Pfeifen.

Die Schüler waren sich einig: Der Ausflug und das Experimentieren haben sich richtig gelohnt.

Merkur-Transit

Am 11.11.2019 gab es für alle Närrinen und Narren ab dem Mittag ein besonderes Schauspiel zu bestaunen.
Der Merkur überholte die Erde auf ihrer Bahn, so dass er sich als kleines Pünktchen vor der Sonnenscheibe entlang bewegte.
Dieses Ereignis gibt es das nächste Mal erst wieder in 13 Jahren zu sehen.
Leider war Jena am Montag von zähem Hochnebel bedeckt. Ab dem Mittag taten sich jedoch für wenige Minuten einige Lücken am Himmel auf.
So konnten unsere Schüler*innen auf der projizierten Sonne den Merkur bei seiner “Wanderung” für kurze Zeit beobachten.

Astroabend

Am 23. Oktober fanden einige Schüler*innen der Klasse 10a zwischen Leistungskontrollen und Klassenarbeiten sowie privaten Sporttrainingsstunden Zeit für den ersten Astroabend in Ziegenhain.
Wie leider erwartet, trübte aufkommender Nebel jedoch die Sicht auf die schönsten Objekte des Herbsthimmels. Trotzdem gelang es den Schüler*innen nach ersten Unsicherheiten sich gut am abendlichen Himmel zu orientieren.
Sie beobachteten den Jupiter und deren Monde sowie den Saturn mit dessen eindrucksvollen Ringsystem. Ebenso sichteten die Jungen und Mädchen den “Augenprüfer” in der Deichsel des großen Wagens mit dessen visuellen und physischen Doppelsternsystem sowie den wunderschönen Doppelstern “Albireo” im Sternbild Schwan.
Nach etwa 90 Minuten begaben sich die Jungen und Mädchen mit vielen neuen Informationen auf den Heimweg ins Tal.

NATUR ERLEBEN

Getreu dem Konzept des Namensgebers unserer Schule: Adolf Reichwein praktisches und soziales Lernens mit „Kopf, Herz und Hand“ führte uns in guter Tradition auch in diesem Jahr eine botanisch-ökologische Tagesexkursion (Freitag, 28.06.2019) ins NSG Leutratal.

Um all die kleinen Dinge vor Ort zu sehen und große Zusammenhänge dann zu verstehen, haben wir die theoretischen Grundlagen in einer vorbereitenden und differenzierenden Gruppenarbeit in der Schule vorher gelegt.

So blieb uns am Freitag „im Feld“ Zeit zum Staunen und Genießen. Wider aller Verhaltensregeln im NSG konnten wir uns doch eine ganze Menge „mitnehmen“:

Jagdberg – Kulturlandschaft an den Hängen – extensive Beweidung mit Schafen-Rindern-Ziegen – Artenvielfalt – Trockenrasen-Graslilien – Solitäreiche – Konkurrenz – Orchideen: Mückenhändelwurz-Sexuallockstoffe für männl. Insekten / Großes Zweiblatt und die „Hoden“ – Flechten als (eutropher N -) Bioindikator – Muschelkalk-Buntsandstein-Schichtquellen-Doost-schwirrende Schmetterlingsvielfalt – invasiver Neophyt Zackenschote – Sukzession an der alten Autobahntrasse – neue Fledermausflugwege – „Heilpflanze“ Osterluzei und Osterluzeifalter-Rüssel – klares Leutrawasser und die Mühle und die Sintfluten 1613 und 2013 – Wehrkirche Skt.Nicolai und die Turmfalkenbrut und Fledermausstube – Arbeit des NABU – „Bienenweide“ zum Nachbauen

Ein großer Dank für die lehrreichen und interessanten Stunden geht an Herrn Petzker vom NABU Thüringen. Er zeigte uns viele Dinge, ließ uns riechen und kosten und verriet kleine Naturgeheimnisse und ward unserer Fragen nie müde.

Die herrlichen sommerlichen Temperaturen und gefüllte Wasserflaschen waren die perfekten Begleiter.

Physik im Straßenverkehr

Traditionell übernahmen heute wieder die Schüler*innen der 10. Klassen Verantwortung für die Klasse 6.

Nach einem heftigen Gewitter in den frühen Morgenstunden meinte es die Sonne gut, so dass die Kleinen mit eigenen Fahrzeugen (Sportgeräten) ausgerüstet zum Experimentieren bereit waren.

Doch zunächst mussten diese von den „Großen“ vorbereitete Fragen zum Thema: „Verkehrssicherheit und Physik“ beantworten. Die Antworten fielen ihnen nicht alle leicht. Aber die 10.- Klässler erklärten im Anschluss geduldig.

Im 2. Teil wurden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt sowie Bremswege und Bremskräfte bestimmt. Auch hier begaben sich die Großen in die Rolle der Lehrenden und bereiteten die Kleinen schon auf physikalische Größen wie kinetische Energie vor.

Für die tolle gemeinsame Arbeit gab es als Belohnung zum Abschluss ein Eis.

… Wie hoch man mit dem Energieinhalt des Eises wohl klettern könnte …?

Hier geht es zum Beitrag aus dem letzten Jahr >>

weitere Projekte an unserer Schule findet ihr >>hier<<

Willkommen in der Nanowelt!

Im Rahmen des Biologieunterrichts unternahm die Klasse 7g1am 27.Mai eine Exkursion in das Institut für Physikalische Chemie der Universität Jena.

Vom Mikrometerbereich in den Nanometerbereich, also vom Tausendstel Millimeter zum Millionstel Millimeter! Das Rasterkraftmikroskop ist in der Lage, Oberflächen von Zellen und Molekülen in dieser Größe abzutasten und Informationen über diese zu geben. Eine Abbildung dieser Oberfläche lässt sich sofort auf einem Bildschirm darstellen. Diesen Ablauf konnten die Schüler*innen anhand von Blutzellen und Mundschleimhautzellen untersuchen. Sie haben gesehen, dass die Oberflächen der Zellproben nicht glatt sind, sondern zahlreiche Höhen und Tiefen durch Zellbestandteile und andere Partikel aufweisen. Das Rasterkraftmikroskop gibt nicht nur die Möglichkeit, das Kleinste zu sehen, sondern auch damit zu arbeiten. Denn diese Nanotechnologie ist in vielen Wissenschaftsbereichen auf dem Vormarsch und im Alltag von Bedeutung.

In einer sehr anschaulichen Art und Weise wurden die Schüler*innen durch Frau Dr. Deckert-Gaudig mit der Funktionsweise eines Rasterkraftmikroskops vertraut gemacht. Herr Prof. Dr. Deckert unterstützte dies durch weitere interessante Erklärungen.

Projekt “Kernphysik” – nach interessanten Experimenten strahlende Schüler

Am 20. März erlebten die Schüler*innen unserer 10. Klassenstufe einen ganz besonders praktischen Tag. Im Schülerlabor der astronomisch-physikalischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena vertieften die Jugendlichen ihre Kenntnisse über die Radioaktivität. Hierzu bestimmten sie die “Nullrate” der natürlichen Radioaktivität und erarbeiteten sich durch eigene Messungen das Abstandsgesetz. Ebenso interessant war die Untersuchung der Abschirmung radioaktiver Präparate mit unterschiedlich dicken Schichten aus Blei. Um möglichst unverfälschte Messungen zu erhalten wurde die Zeit der notwendigen Zählraten mit einer analogen Stoppuhr gemessen.
Das uns Radioaktivität überall umgibt und in gewissen Grenzen etwas ganz Normales ist, war den Schülern schon aus dem Unterricht bekannt. Mit den empfindlichen Dosimetern der Universität gelang ihnen heute auch die Strahlungsmessung an ganz natürlichen Präparaten wie z.B. Katzenstreu, Tabak, Kakao, Pilzen und Ketchup.
Als Abschluss des Kernphysikprojektes konnten die Jugendlichen eigene Nebelkammern bauen. Hierfür nutzten sie Stahlplatten, Plastikglocken, Filzlappen, Trockeneis zur Kühlung und Isopropanol. Es war eindrucksvoll im selbst geschaffenen Nebel die Spuren der radioaktiven Strahlung zu erkennen.

Sterne über Jena – Astroabend Klasse 10

Am 27. Februar trafen sich die Schüler*innen unserer 10. Klassen zu ihrem zweiten Astroabend. Erstmals gelang Mädchen und Jungen unseres Hauses die Beobachtung des Merkurs. Leider war die Freude nicht sehr groß. Denn mit unserer Technik erreichte der 7,6 Bogensekunden “große” Planet nicht einmal die scheinbare Größe eines Stecknadelköpfchens. Ähnlich war das Beobachtungsergebnis bei dem aktuell knapp 300 Mio km entfernten Mars.

Der herrliche mondfreie Wintersternenhimmel bot dagegen tolle Einblicke in den “Deep Sky”. So beobachteten die Schüler den Andromedanebel (siehe Lernen an anderen Orten), die offenen Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, die Plejaden, den Orionnebel, die Krippe (offener Sternhaufen im Sternbild Krebs) sowie das visuelle und physische Doppelsternsystem in der Deichsel des großen Wagens (Alcor/Mizar).
Gegen 20:30 Uhr begaben sich die gut gelaunten Schüler*innen auf den Heimweg.